Süddeutsche Zeitung, 31.01.2012

Suizid in Flüchtlingsunterkunft

 

In der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber hat sich in der Nacht zum Sonntag ein 30-jähriger Iraner offensichtlich das Leben genommen. Die Zimmertür sei von innen versperrt gewesen, teilte die Polizei mit. Die 'Internationale Föderation Iranischer Flüchtlinge' behauptete, Grund für den Suizid sei die 'menschenunwürdige Situation' in der Unterkunft gewesen. Das wies die Regierung von Unterfranken zurück. Ein Sprecher betonte, 'dass nach bisherigem Kenntnisstand keinerlei Zusammenhang zwischen dem Suizid und Art und Weise der Unterbringung besteht'. Am Montag versammelten sich bis zu 80 Asylbewerber spontan zu einer Demonstration in Würzburg. Sie trugen T-Shirts mit dem Konterfei des Toten und Plakate mit der Aufschrift 'Für die Freiheit gestorben'.

 

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