dpa, 22.07.2010

Flüchtlinge wehren sich gegen Umzug

 

Die umstrittene Verlegung von Asylbewerbern aus dem Landshuter Flüchtlingsheim ist gescheitert. Die Bewohner des Heims weigerten sich am Donnerstag, vorübergehend in das Dorf Schöllnstein im Kreis Deggendorf umzuziehen. 'Wir haben uns daran gehalten, niemanden dazu zu zwingen', sagte Michael Bragulla, der Sprecher der Regierung von Niederbayern.

Die Flüchtlinge werden nun zunächst in Notunterkünften der Stadt Landshut unterkommen. Die Regierungsbehörde schloss gestern das bisherige Heim, weil es einsturzgefährdet ist. Die Bewohner sollten zunächst nach Schöllnstein ausweichen, um dann in einigen Wochen nach Landshut zurückkehren zu können. Die Regierung will bis dahin eine seit Jahren leerstehende Bundeswehrkaserne als Heim herrichten. Die Wasser- und Stromleitungen der Kaserne müssten nach dem langen Leerstand zunächst noch überprüft werden, hieß es.

Für die Flüchtlinge hat die Stadt auf dem ehemaligen Militärgelände nun Notunterkünfte eingerichtet. Um die Räumung hatte es einen heftigen Streit zwischen dem Bayerischen Flüchtlingsrat einerseits und der Staatsregierung sowie der Regierungsbehörde in Landshut andererseits gegeben. Bragulla warf dem Rat vor, die Flüchtlinge beeinflusst zu haben. Der wies die Kritik von sich.

Zurück