08.05.2012

Landshuter Vetternwirtschaft vom Feinsten

Landkreis Landshut finanziert über die Unterbringung von Flüchtlingen der Familie des Landrats zwei Häuser mit Grundstücken – alles mit tatkräftiger Unterstützung des Landrats Josef Eppeneder


Aus dem Landkreis Landshut wurde ein neues Finanzierungsmodell fürs Eigenheim bekannt: Nachdem der Landkreis Landshut aufgefordert wurde, Unterkünfte für Flüchtlinge bereitzustellen, kauften die Kinder des Landrats Josef Eppeneder (CSU) zwei Häuser und vermieten sie nun an den Landkreis. Über die Miete von täglich 20 Euro pro untergebrachte AsylbewerberIn amortisiert sich die Investition in Häuser und Grundstücke innerhalb von etwa 3 Jahren. Damit das Geschäft zustande kam, rief Eppeneder sogar einen alten Freund an, um ihn zum Verkauf eines Gebäudes an seine Kinder zu überreden – selbstverständlich als Privatperson und nicht in seiner Funktion als Landrat.

Wir gratulieren der Familie Eppeneder zu dieser kreativen Idee, ihre Familienkasse aufzubessern. Während andere mühsam ihre Kredite durch Einkünfte aus Arbeit bei der Bank abstottern, übernimmt das für die Eppeneders einfach der Landkreis Landshut. Und die Regierung von Niederbayern, die dem Landkreis die Kosten erstatten muss, schaut zu und findet daran nichts Anstößiges.

Alexander Thal, Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats: „Wir sind ja in Bayern Amigo-Geschäfte gewöhnt. Dass aber ein Landrat seine Aufgabe, geeignete Unterkünfte für AsylbewerberInnen zur Verfügung zu stellen, dafür nutzt, seiner Familie einträgliche Einkünfte zu verschaffen, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Josef Eppeneder sollte die Verantwortung für sein Handeln übernehmen und sich auf sein Altenteil zurückziehen. Eine Auswahl an geeigneten Austragshäusern hat er ja jetzt!“

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